Klima, 30.04.2026
Während in Deutschland die Kühltürme fallen, vollzieht unser Nachbarland die Kehrtwende: Belgien stoppt die Rückbaupläne für seine Kernkraftwerke und plant stattdessen die staatliche Übernahme der Meiler. Eine Entscheidung mit Signalwirkung für die europäische Energielandschaft.
Belgien stoppt den Atomausstieg!
Die Nachricht aus Brüssel kommt für Beobachter nicht wirklich überraschend.
Belgien korrigiert seine Strategie und möchte die Kontrolle über die Kernkraftwerke behalten, anstatt sie wie ursprünglich geplant zurückzubauen.
Mit dieser Entscheidung wird immer deutlicher: Der deutsche Atomausstieg entwickelt sich international zunehmend zu einem isolierten Sonderweg.
Während andere Nationen auf die CO2-arme Grundlast der Kernkraft setzen, um die Übergangszeit zu überbrücken, geht Deutschland einen schmerzhafteren Weg.
Um die Lücken im Netz zu füllen, wird hierzulande auf Jahre hinaus auf teure und emissionsintensive Kohle sowie zunehmend auf Erdgas gesetzt.
Dieser Zustand wird anhalten, bis der Ausbau von Netzen, Speichern und erneuerbaren Energien tatsächlich die nötige Marktreife und Kapazität erreicht hat.
Rückblickend betrachtet ist ein schwerwiegender Fehler, den Übergangszeitraum der Kernkraft nicht mindestens bis 2030 oder darüber hinaus ausgedehnt zu haben. Ein pragmatischerer Zeitplan hätte die Versorgungssicherheit stabilisiert und die Klimabilanz geschont, anstatt den massiven Einsatz fossiler Brennstoffe zu erzwingen.
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